Religion

Die Religion der Linen-Scherec beruht auf drei Grundsätzen:

  1. Alles Göttliche liegt in der Natur.

  2. Die Seele ist unsterblich und wird immer wieder geboren.

  3. Alles ist belebt.

Aus diesen drei Grundsätzen ergeben sich nahezu alle weiteren Glaubensrichtlinien der Linen-Scherec.

Die Linen-Scherec sehen in jedem Ding, in jedem Tier und in jedem Menschen etwas göttliches. Dies führt allerdings nicht dazu, dass sie jedwedes Ding verehren und vor lauter religiöser Zuneigung in Ehrfurcht erstarren. Allerdings behandeln sie alles mit einem gewissen Maß an Respekt:

    • Tiere, die gegessen werden, werden den Göttern geweiht. Erjagde Tiere werden um Vergebung gebeten.


    • Jedes Handwerk hat auch etwas religiöses, da mit Dingen der Natur umgegangen aber auch neues geschaffen wird, so dass ein guter Schmied auch von Priestern mit Respekt behandelt wird.


    • Ein Feind muss zwar besiegt werden, vor dem Kampf werden Beleidigungen und Schmähungen ausgetauscht und Köpfe zum eigenen Schutz abgeschlagen, dennoch tötet man Feinde für gewöhnlich nicht wenn es sich vermeiden läßt und in Schlachten zwischen den Stämmen kommt es häufig nach dem Gefecht zu Hilfeleistungen zwischen den Verwundeten.



So wie die Linen-Scherec der Natur und ihrer Verkörperung Respekt zollen, so erwarten sie jedoch auch gewisse Gegenleistungen. Und die erhalten sie von den Göttern, Geistern und Ahnen, die ihnen als Mittler dienen, denn nur die Priesterinnen und Druiden kommunizieren direkt mit der Großen Mutter, für alle anderen ist es leichter, sich an einen der zahllosen Götter oder die allgegenwärtigen Geister zu wenden, wobei der Übergang zwischen ihnen recht fließend ist.

Dabei hat jeder Linen-Scherec eine andere Beziehung zu seinen Göttern und bevorzugt eine andere Gottheit:
Der erste Gott, dem die Stammesmitglieder für gewöhnlich folgen, ist der Stammesgott, der jedem Stamm zu eigen ist. Dabei gehören diese Götter nicht dem jeweiligen Stamm, genießen jedoch besondere Verehrung dort.
Als nächstes gibt es für fast jede Tätigkeit einen oder mehrere Götter oder Geister, die zum Teil nur Aspekte des jeweiligen Gebietes abdecken oder aber unterschiedliche Aspekte eines Gottes je nach Situation sind. So gibt es insgesamt sieben Kriegsgötter, wobei sechs von ihnen auch als eine Göttin verehrt werden.

Als oberste religiöse Authorität bei den Linen-Scherec gilt die Hohe Priesterin, die im alten Heiligtum auf dem Aefach Rhesaeffae gelegen ist. Sie steht der gesamten Priesterschaft, Priesterinnen, Greenbonds und Druiden vor. Jeder Stamm besitzt darüber hinaus noch eigene geistige Oberhäupter.
Die Druiden dienen darüber hinaus der hohen Priesterin von Ztyriakin, dem Zentrum des druidischen Glaubens der Welt. Daher kommt es auch oft zu Spannungen zwischen den männlichen und weiblichen Priestern in den Ländern der Linen-Scherec.
Unterhalb der Priesterschaft zumindest als religiöse Autorität stehen Orakel, Hellsichtige, Geisterseher und Barden, wie auch die Mitglieder der beiden verbliebenen Bruderschaften, die die Artefakte bewachen.
Einst wurden auch die Magister als Priester betrachtet, sie haben sich aber in den Jahrhunderten immer mehr der Magie und immer weniger dem Glauben gewidmet.
Die normalen Priester, die nicht in den Tempeln leben, wird großer Respekt im alltäglichen Leben entgegengebracht, allerdings führen sie für gewöhnlich recht normale Leben und müssen ebenso für ihren Unterhalt sorgen wie ihre Nachbarn.